Biographie

Paolo Moretto, geboren 1959 in Verona, Italien, lebt und arbeitet heute als freischaffender Künstler in Hamburg, Deutschland.

Seine Ausbildung erhielt er in den Jahren 1985 bis 1989, sowohl in der staatlichen Kunstschule für Bildhauer „Scuola d´Arte Paolo Brenzoni“ in Verona (Schüler von L. Brazzarola) als auch bei dem  Privatdozent für Kunstgeschichte und Malerei, G. Longhetto.

1998 war Moretto Stipendiat der Druckwerkstatt der Städtischen Galerie Wolfsburg, 2003 erhielt er ein Arbeitsstipendium im Paul-Ernst-Wilke-Atelier/Bremerhaven

Anfang bis Mitte der 90er Jahre war Paolo Moretto in Oldenburg ansässig und dort Mitglied der inzwischen historischen Produzentengalerie und Ateliergemeinschaft KARG.

Gemeinsam mit anderen europäischen Künstlern bildet er seit 1999 die Bewegung TRANSINDUSTRIELL, die sich für das Ziel engagiert dem Konzept einer kollektiven, spartenübergreifenden Kunst eine internationale Plattform zu bieten.

Dementsprechend umfassen Morettos künstlerischen Äußerungen ein Spektrum, das von der Malerie über Skulpturen bis zu komplexen Installationen reicht.

Die Arbeiten Morettos sind nur schwer in konventionelle Kategorien einzuordnen. Es finden sich ebenso frei Abstraktionen wie Zitate des Realismus, der Popart oder Surrealistisches.

Moretto selbst jedoch denkt nicht in diesen Kategorien und so finden sich für den Suchenden charakteristisch ausgeprägter Erscheinungsformen in seinen Werken bestenfalls Bezüge zu seinen Vorbildern: Jacobo Tintoretto, El Greco, den Gebr. Lorenzetti, Martin Kippenberger, Julio Gonzales, David Smith, Antony Caro, Sigmar Polke und Dieter Roth.

Man kann Paolo Moretto getrost als ruhelosen Geist bezeichen, der pausenlos durch  die Welt seiner Wahrnehmung streifen möchte. Dabei besucht er seit mehr als 20 Jahren allerdings weniger reale Orte als vielmehr die „bequemen Plätze“, die sich in seinen Bildern und Skulpturen immer wieder finden lassen: Fabrikschlote, filigrane Wundermaschinen, Fluggeräte, rankendes Blumengewächs, gern alles vereint, eine schöne heile und zugleich schaurige, gar nicht so unreale Welt. So erklärt der ruhelose Geist Morettos gleichsam das umfangreiche Werksverzeichnis des Künstlers.

Paolo Moretto nimmt den Betrachter seiner Arbeiten gerne mit in seine ganz eigene Welt.  Und wer sich mit dem Werk Morettos auseinander setzt  unterliegt schnell der Faszination dieser mit viel abstrahierten, jedoch mit  ebenso viel Humor und Ironie gezeigten „Realitäten des Lebens“.

So besitzen nicht wenige seiner Sammler weit mehr als nur eine seiner Arbeiten.

Vielleicht weil Moretto nicht polemisiert; er will nicht provozieren, verbirgt keine akademische Belehrung in seiner Kunst.  Moretto ist einfach authentisch und das spürt man.

Ebenso fühlt man fast intuitiv, dass der Künstler – wie einst sein  Vorbild Martin Kippenberger – von dem Wunsch getrieben ist seinem Publikum Spaß zu bereiten.